Verleihung 2025
Wie fühlt sich gelebte Demokratie an? Warm, laut, bunt – und voller Herz. Genau das war zu spüren, als im Wiesbadener Rathaus der Hessische Sozialpreis 2025 verliehen wurde. Fünf Projekte aus ganz Hessen wurden geehrt, die zeigen: Demokratie ist gemachte Wirklichkeit – überall dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, zuhören, miteinander reden und füreinander einstehen.
Moderatorin Bärbel Schäfer führte charmant und mit ansteckender Begeisterung durch die Verleihung. Heike Hofmann, Hessische Sozialministerin und Schirmherrin des Preises, dankte den Engagierten persönlich – für ihren Mut, ihre Ideen und ihren Glauben an den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Für die Liga der Freien Wohlfahrtspflege Hessen war Dr. Markus Juch vom Vorstand und für LOTTO Hessen war Martin Blach von der Geschäftsführung vor Ort, um den Preisträgerinnen und Preisträgern unter großem Applaus zu gratulieren. Dr. Dominik Hierlemann von der Bertelsmann Stiftung sprach im kurzen Talk mit Bärbel Schäfer darüber, was Demokratie im Kleinen und Großen bedeutet; wie jede und jeder sich engagieren kann und was die Demokratie braucht, um lebendig zu bleiben. Musikerin Alisa aus der Ukraine verzauberte das Publikum mit ihrer klaren Stimme und ihrer eindrücklichen Musik.
Den ersten Platz und ein Preisgeld von 12.000 Euro erhielt das Projekt „Selbstbestimmt im Hüttendorf – Demokratie auf dem Bau“ des Kinder- und Jugendbauernhofs Kassel e. V. Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren erleben hier Demokratie hautnah: Sie errichten aus Paletten ein eigenes Dorf, treffen alle Entscheidungen demokratisch und lernen, Konflikte respektvoll zu lösen. Dabei wachsen sie in Werte hinein, die für unsere Gesellschaft heute wichtiger sind denn je – Gleichberechtigung, Vielfalt und Meinungsfreiheit.
Den zweiten Platz sicherte sich die Law Clinic der Goethe-Universität Frankfurt. Jura-Studierende beraten dort kostenlos Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund zu Sozial-, Migrations- und Asylrecht. In einer Zeit, in der rechtliche Hürden oft den Zugang zu Teilhabe blockieren, schafft das Projekt Brücken, baut Barrieren ab und zeigt, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen.
Der dritte Platz ging an den Landesheimrat Hessen – ein von Jugendlichen selbst organisiertes Gremium, das Mitbestimmung und Rechte junger Menschen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen stärkt. Es beweist, dass Demokratie nicht von oben verordnet, sondern von unten gelebt wird.
Zwei Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 1.500 Euro gingen an die inklusive Social-Media-Redaktion „Normalos – Die Inklusivreporter“ der Lebenshilfe Gießen sowie an den Interkulturellen Männertreff des Caritasverbandes Gießen. Beide setzen sich für mehr Sichtbarkeit, Begegnung und Teilhabe ein – und treten Ausgrenzung und Spaltung mutig entgegen.
Am Ende der Veranstaltung lag spürbar etwas in der Luft: Stolz, Dankbarkeit und Hoffnung. Denn die Preisträgerinnen und Preisträger machen deutlich: Demokratie beginnt bei jedem von uns – im Alltag, im Miteinander, im Mut, hinzusehen und mitzumachen.
DANKE an alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen für diese tolle Preisverleihung! See you next year :)
Bilder der Preisverleihung 2025
Fotos: Manuel Bahmer