Den ersten Platz und 12.000 Euro Preisgeld erhielt das Projekt „Die Gute Stunde“ der humaQ gGmbH aus Wiesbaden. Kostenfreie interaktive Online-Veranstaltungen, telefonische Technikhilfe und digitale Begleiter*innen öffnen Menschen ab 60 Jahren Zugänge zur digitalen Welt und schaffen Begegnungsräume gegen Einsamkeit. Seit 2021 fanden mehr als 190 Live-Veranstaltungen mit über 4.500 Gästen statt.
Der zweite Platz und 8.000 Euro gingen an den „Innovationsraum – Digitale Teilhabe für alle“ von Bildungsgabe e. V. aus Frankfurt am Main. Der offene Technik- und Begegnungsort im Quartier Ben-Gurion-Ring bietet insbesondere jungen, sozial benachteiligten Menschen kostenfreien Zugang zu PC-Arbeitsplätzen, VR-Systemen, 3D-Druck, KI-Software sowie Podcast- und Audiotechnik. Jugendliche leiten ehrenamtlich Workshops und begleiten jüngere Kinder.
Jeweils einen dritten Platz und 4.000 Euro erhielten die „Onlineplattform für Migrantinnen und die Migrantengemeinschaft“ von ELAS e. V. aus Kassel sowie die „UND App – Digitale Resonanzräume für eine solidarische Gesellschaft“ von UND Marburg-Kirche die verbindet e. V. Die Projekte machen Informationen und Hilfen zugänglich, vernetzen Menschen und erleichtern Unterstützung im Alltag.
Ein Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 Euro ging an „Sozial + Digital = Teilhabe, Gesundheit und Zusammenhalt auf dem Land“ von Miteinander – Füreinander Oberes Fuldatal e. V.. Der Verein in Gersfeld verbindet Nachbarschaftshilfe mit digitalen Angeboten und stärkt damit Selbstständigkeit und Teilhabe im ländlichen Raum.
Dr. Markus Juch, Vorstandsvorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, betont: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass Digitalisierung dann ihren größten Wert entfaltet, wenn sie den Menschen dient. Die ausgezeichneten Projekte schaffen Zugänge, überwinden Barrieren und bringen Menschen zusammen. Sie zeigen, wie digitale Technologien Teilhabe ermöglichen, Solidarität stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz konkret fördern.“
Heike Hofmann, Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und Schirmherrin des Hessischen Sozialpreises: „Das Digitale ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Und bei allen Risiken, die wir ernst nehmen müssen, bietet es eine Fülle an Chancen: Abläufe lassen sich beschleunigen oder transparenter gestalten und neue Kommunikationswege eröffnen, zudem bieten digitale Plattformen nie erahnte Möglichkeiten der Vernetzung. Davon kann auch der soziale Bereich profitieren – vielmehr: Die in diesem Jahr ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie sehr das bereits der Fall ist.“
Martin Blach, Sprecher der Geschäftsführung von LOTTO Hessen: „Digitale Teilhabe entsteht durch Menschen, nicht durch digitale Tools allein. Die Initiativen, die wir heute prämieren, stellen genau das auf eindrückliche Weise dar. Wir freuen uns, die dahinterstehenden, meist ehrenamtlich agierenden Menschen heute mit einem Preisgeld zu ehren, das Mut macht und Respekt für ihren Einsatz zollt. So helfen Lotto-Mittel wieder einmal, dass gute Ideen weiterwirken können und so den Bürgerinnen und Bürgern in ganz Hessen zugutekommen.“
Wir danken allen Bewerberinnen und Bewerbern 2026 und freuen uns auf den Hessischen Sozialpreis im kommenden Jahr. Bald wird sich die Jury treffen, um das Motto für 2027 bekannt zu geben. Alle Informationen dazu wird es hier geben.
Pressekontakte:
Liga Hessen:
Sabine Kamien
Referentin für Kommunikation I Projektbüro Hessischer Sozialpreis
E-Mail: s.kamien(at)liga-hessen.de
Tel. 0160 – 975 30 197
LOTTO Hessen:
Dr. Sabine Tonscheidt
Leiterin Unternehmenskommunikation LOTTO Hessen
E-Mail: sabine.tonscheidt(at)lotto-hessen.de
Tel.: 06 11 / 36 12 - 170